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MINT Konzept

Das MINT Konzept des Gymnasiums Ottobrunn hat fünf Säulen. Entsprechend der Abbildung unten verändern sich die Bereiche Fachunterricht, Wettbewerbe und Wahlunterricht abhängig von der Altersstufe (vertikale Struktur). Raum- und Organisationskonzepte, sowie Kooperationen, Events und Netzwerke beeinflussen Entwicklungen im MINT Bereich gleichermaßen über alle Jahrgangsstufen hinweg und sind als Querschnittsthemen zu sehen (horizontale Struktur). Im Folgenden werden exemplarisch einige Komponenten erläutert:

MINT Konzept Gymnasium Ottobrunn

Fachunterricht:

Der Fachunterricht ist die Basis. Möglichkeiten zur Profilbildung sind insbesondere in der Oberstufe über Seminare und Lehrplanalternativen gegeben. Wichtig ist uns eine Verzahnung mit den anderen Säulen: Beispielsweise sind auf der einen Seite mehrere Breitenwettbewerbe in den Unterricht eingebunden und auf der anderen unterstützen Aufgaben von Spitzenwettbewerben die Binnendifferenzierung – in Übungsphasen bearbeiten die Leistungsstarken Wettbewerbsaufgaben, während zeitgleich die anderen Schülerinnen und Schüler durch Aufgaben aus dem Buch Basisinhalte trainieren.

Wettbewerbe

Einen Überblick gibt es unter MINT Wettbewerbe.

Raum und Organisationskonzepte

In die Ausschreibung für das neue Schulgebäude sind mehrere Anforderungen eingegangen, die dem MINT Unterricht neue Möglichkeiten bieten:

  • Unterrichtsräume haben flexibles Mobiliar und Lagerungsmöglichkeiten für Schülerexperimente.
  • Das Zusammenlegen aller MINT Fachräume in einem Gebäudeteil fördert den kollegialen Austausch über Fachgrenzen hinweg und das MINT-Forum kann für Exponate, Ankündigungen, etc. gemeinsam genutzt werden.
  • Das neue MINT-Labor ist einer Spielwiese für „Maker“: Elektrogeräte reparieren, einen 3D-Drucker und eine CNC Fräse bauen und Erfindungen entwickeln.
  • Transparente Haustechnik durch ein Monitoring von Daten wie Raumklima in Klassenzimmern, Wassertemperatur des zur Kühlung verwendeten Grundwassers, genutzte elektrische Energie, produzierte Energie durch eine Photovoltaikanlage. Weiterhin kann in einem Physiksaal direkt die Haustechnik gesteuert werden, um z. B. unterschiedliche Raumtemperaturen erfahrbar zu machen.


Schule kann auch stark über Organisationskonzepte weiterentwickelt werden

  • Erstmalig wurde im Schuljahr 17/18 in den naturwissenschaftlichen Übungsstunden der Jahrgangsstufe 10 über ein halbes Jahr ein großes Wissenschaftsprojekt durchgeführt: MyScience. Die mit dem deutschen Lehrerpreis ausgezeichnete und vom Gymnasium Olching stammende Konzeptidee wurde in einem Entwicklungsprozess von den beteiligten Fachschaften Physik, Chemie, Biologie und Informatik an eigene Vorstellungen angepasst.
  • Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit: Eine Aktionswoche in der sich die Schulgemeinschaft mit Themen der Ernährung, gesunder Lebensführung, Klimawandel und Energiewende und dem Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen verstärkt auseinandersetzt.
  • Laptopklassen, Tablet-Koffer, WLAN im gesamten Gebäude fördern Individualisierung und Methodenvielfalt, siehe digitales Lernen
  • Epochaler Unterricht in Informatik (z. B. in Jgst. 10 vierstündig ein halbes Jahr statt zweistündig ein ganzes Jahr) sorgt für intensiveres Lernen und erleichtert den Einstieg in professionelle Programmiersprachen.

Wahlunterricht

Wahlunterricht ist ein wichtiger Baustein hinsichtlich Kreativitäts- und Motivationsförderung. Auf Grund der inhaltlichen Freiheit bieten sich oft auch Einstiege in Wettbewerbe an, wie insbesondere Robotik und Future Thinking zeigen. Bei dem Wahlunterricht ist uns eine gemischte Altersstruktur wichtig, weil so auf Peergroup-Ebene Wissen von Älteren zu den Jüngeren weitergegeben wird. Exemplarisch wird dies bei den Medienscouts erläutert, da dort Peer-Education sogar in zwei Stufen genutzt wird: Zum einen werden neue Mitglieder von älteren angelernt und in Workshops mit externen Partnern wie M-net zu Medienscouts ausgebildet. Die Neuen bringen dabei auch eigene Erfahrung ein, da neue Mitglieder meist aus Laptopklassen kommen. Zum anderen geben die Medienscouts selbst dann ihr Wissen an andere Schülerinnen und Schüler weiter. Formate dafür sind der Safer Internet Day in Jgst. 5, ein Einführungstag, IT-Tag genannt, für neue Laptopklassen in Jgst. 8, sowie von Klassenleitern abrufbare Module beispielsweise zu Cybermobbing und Mediennutzungsdauer.


Kooperationen, Events und Netzwerke

Eine Öffnung nach außen durch Kooperationen und Netzwerke  ist wichtig, um Schülerinnen und Schülern die Relevanz der Naturwissenschaften für unsere gesellschaftliche Zukunft zu verdeutlichen. In den letzten Jahren hat das Gymnasium Ottobrunn zunehmend thematische Events organisiert, um die Neugier an bzw. die Begeisterung für MINT zu wecken. Dabei werden Impulse von schulübergreifenden Aktionen wie Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit, Girls‘ Day und European Code Week genutzt, aber auch eigene Formate wie die Kryptonight entwickelt. Letztere besteht aus einem auch für Eltern offenen Abend mit einem Vortrag von den hochkarätige IT-Sicherheitsexperten Klaus Schmeh und Tobias Schrödel und verschiedenen Workshops zum Thema Kryptografie. Daran schließt sich eine –nur für Schülerinnen und Schüler offene – Schulhausübernachtung an. Als weiteres besonderes Format hat sich seit zwei Jahren der MINT-Tag etabliert, an dem alle Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 – 10 eine MINT bezogene Exkursion mit Praxisanteil durchführen, z.B. führt Jahrgangsstufe 8 unter der Leitung von Biologie eine ökologische Untersuchung eines lokalen Gewässers wie z.B. der Isar durch.
 

 

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