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Aufnahme des Betriebs 1969/70 unter dem Schulleiter Hubert Strelocke

Als das Gymnasium Ottobrunn im Jahr 1969/70 seinen Betrieb aufnahm, konnte der neu in sein Amt als Leiter des Gymnasiums eingeführte Hubert Strelocke jedoch bereits fünf Anfangsklas¬sen "in Empfang nehmen". Das Schulgebäude in der Grundschule Ottobrunn II in der Lenbachallee, in dem das Gymnasium in Ermangelung eines eigenen Schulgebäudes noch vorübergehend untergebracht war, konnte diesem An¬sturm noch leicht Herr werden, nachdem man die Gymnasiasten nur nach¬mittags unterrichtete. Doch das sich zu diesem Zeitpunkt erst in Planung be¬findliche eigene Gebäude des Gymnasiums Ottobrunn am Ottobrunner Bahn¬hof war, infolge der Entscheidung für den Entwurf des Architekten Otto Leit¬ner, auf maximal 900 Schüler ausgelegt — und damit auf lediglich drei Anfangs¬klassen! Weil außerdem die Klassen¬stärken am Jahresanfang drei und am Ende des Jahres immer noch einen Schüler über dem Landesschnitt lagen, warnten der Förderverein, der Elternbei¬rat und das Direktorat bereits jetzt vor Überbelegung.
Wenngleich hier bereits die zukünftigen Probleme des Gymnasiums abgele¬sen werden können: Das erste Schuljahr verlief ruhig. Sechs haupt- und sieben nebenamtliche Lehrer und Lehrerinnen (unter den hauptamtlichen Frau Stroux und Frau Wilhelm) kümmerten sich um die fünf fünften Klassen, alles in allem "gab es keine Sensationen" (so der erste Jahresbericht).
Im Schuljahr 1970/71 zog man dann mit mittlerweile elf Klassen in die Grundschule Ottobrunn III in der Albert-Schweitzer-Straße um. Zwar konnte in diesem Jahr der Nachmittagsunterricht abgebaut werden, doch prognostiziert Schulleiter Strelocke schon jetzt offiziell im Jahresbericht, „dass wir in den nächsten Jahren von einer Woge der Lehrer- und Schulraumnot überrollt werden. Hierfür einen Sündenbock zu suchen, ist absurd.“
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