Bau und Architektur des Gymnasiums: Die Fabrik
Nachdem die am 1.12.1969 begonnenen Erd- und Rodungsarbeiten sowie die im März 1969 begonnenen Rohbauarbeiten für den ersten Bauabschnitt nach Samstags-, Sonntags- und Nachtarbeit knapp fertiggestellt werden konnten, feierte man am 29.12.1970 das Richtfest in der Karl-Stieler-Straße. Das Schulgebäude, an dem bis zum kommenden Schuljahr 1970/71 unter Hochdruck weitergearbeitet wurde, sollte insgesamt 10.488 Quadratmeter umfassen, in ein Ober-, Erd- und Untergeschoss gegliedert sein und sich in seiner Bauweise nach einem neuen pädagogischen Konzept richten: Der Schüler soll in der Schule isoliert sitzen, wenig Kontakt zur Außenwelt haben – denn dadurch würde er abgelenkt.
Die Folge: Fenster gab es in den Klassenräumen nur spärlich, und der fabrikartige Charakter der Architektur des Gymnasiums Ottobrunn kristallisierte sich schön langsam heraus. Nicht zuletzt war dies ein Resultat der eigenwilli¬gen Bauweise, denn um die Bauzeit kurz zu halten, wurde das Schulgebäude als Stahlskelettbau konstruiert, verwendete man Shed-Fenster(Sonnenfenster an der Decke) und ließ die Klassenzimmer des Schulgebäudes nur von einer Klimaanlage durchlüften. Von außen noch dazu Asbestplatten, und von innen die erwähnte Abschirmung— dieses Bild sollte 22 Jahre lang das Image des Gymnasiums Ottobrunn dominieren.
Ansonsten zeichnete das Gymnasium der eingeschossige Sporttrakt mit Doppelturnhalle und Trennvorhang sowie der nahezu überall verlegte Teppichboden aus. Resurnee für den Zweckverband im Jahresbericht 1970/71: "Ohne Übertreibung" sei das Gymnasium Ottobrunn die "modernste Schule Bayerns". Und: Dieses Bauvorhaben habe für "möglichst große Flexibilität für die Verwirklichung kommender Schulsysteme" gesorgt (so der Förderverein).
„Die Schule stellt die größte Baumaßnahme dar, an die sich die Gemeinde Ottobrunn bisher herangewagt hat. Heute lässt sich bereits übersehen, dass die Gesamtbaukosten des 1. Bauabschnitts einschließlich des Aufwands für das Grundstück und die Inneneinrichtung die 10-Millionen-Grenzeüberschreiten werden." (der Zweckverband im Jahresbericht 1970/71) "Vor allem erschien es unverantwortlich, dass die Nachbargemeinden Ottobrunns, die ohne einen finanziellen Beitrag zu leisten das jetzige Gymnasium mit ca. 60% der Gesamtschülerzahlbelegen, sich nicht ihrerseits um eine zweite Schule bemühen, sondern zunächst die Beteiligung an einem weiteren Zweckverband sogar ablehnten." (der Förderverein im Jahresbericht 1971/72)
Die Folge: Fenster gab es in den Klassenräumen nur spärlich, und der fabrikartige Charakter der Architektur des Gymnasiums Ottobrunn kristallisierte sich schön langsam heraus. Nicht zuletzt war dies ein Resultat der eigenwilli¬gen Bauweise, denn um die Bauzeit kurz zu halten, wurde das Schulgebäude als Stahlskelettbau konstruiert, verwendete man Shed-Fenster(Sonnenfenster an der Decke) und ließ die Klassenzimmer des Schulgebäudes nur von einer Klimaanlage durchlüften. Von außen noch dazu Asbestplatten, und von innen die erwähnte Abschirmung— dieses Bild sollte 22 Jahre lang das Image des Gymnasiums Ottobrunn dominieren.
Ansonsten zeichnete das Gymnasium der eingeschossige Sporttrakt mit Doppelturnhalle und Trennvorhang sowie der nahezu überall verlegte Teppichboden aus. Resurnee für den Zweckverband im Jahresbericht 1970/71: "Ohne Übertreibung" sei das Gymnasium Ottobrunn die "modernste Schule Bayerns". Und: Dieses Bauvorhaben habe für "möglichst große Flexibilität für die Verwirklichung kommender Schulsysteme" gesorgt (so der Förderverein).
„Die Schule stellt die größte Baumaßnahme dar, an die sich die Gemeinde Ottobrunn bisher herangewagt hat. Heute lässt sich bereits übersehen, dass die Gesamtbaukosten des 1. Bauabschnitts einschließlich des Aufwands für das Grundstück und die Inneneinrichtung die 10-Millionen-Grenzeüberschreiten werden." (der Zweckverband im Jahresbericht 1970/71) "Vor allem erschien es unverantwortlich, dass die Nachbargemeinden Ottobrunns, die ohne einen finanziellen Beitrag zu leisten das jetzige Gymnasium mit ca. 60% der Gesamtschülerzahlbelegen, sich nicht ihrerseits um eine zweite Schule bemühen, sondern zunächst die Beteiligung an einem weiteren Zweckverband sogar ablehnten." (der Förderverein im Jahresbericht 1971/72)

