Teilung, Umbau und der zweite Brand 1976
Im Jahre 1975/76 spricht Schulleiter Strelocke dann davon, dass das "Äußerste an Belastung erreicht sei". Inzwischen sind nicht nur vier Klassen nach Riemerling, sondern auch acht Klassen in die Volksschule Ottobrunn III ("0111") ausgelagert. Dennoch: Langsam, aber sicher scheint sich das Eichhörnchen zu nähren: Mit dem Beginn der Kollegstufe kam man im „Ottobrunner“ dem Endausbau näher, und das Gymnasium Neubiberg startet nach einer Teilung der Schüler zwischen Ottobrunn und Neubiberg mit den Klassen 5 mit 10. Man war der Überzeugung, dass die Schulraumnot mit der Fertigstellung des Gymnasiums Neubiberg endgültig behoben sein wird. Zeitgleich zeigte sich jedoch das Dilemma, dass das Gymnasium Ottobrunn aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung der neuen Schule vernünftigerweise für alle mit der S- Bahn kommenden Schüler offen sein muss — die Entlastung also im Zweifelsfall nicht allzu groß sein würde.
Umbau 1976/77
Das folgende Schuljahr brachte den ersten großen Umbau in der Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn. Der Jahresbericht notiert: "Der Nordkorridor im Erdgeschoß wird in den Fachbereich Physik einbezogen. Es entsteht dadurch neben einer etwas größeren und anders liegenden Sammlung und Vorbereitung je ein Kollegstufenlabor für Chemie und Physik. Die abzureißenden Wände wurden an anderer Stelle wieder verwendet. Ferner wird, damit im Erdgeschoß wieder eine Ost-West-Verbindung entsteht, der bisher überdachte, aber offene Teil des Innenhofs nördlich der Freitreppe in eine abgeschlossene Pausenhalle umgewandelt, die zugleich die Funktion einer Aula übernehmen kann“.
Eine Quelle permanenten Ärgernisses ist die Klimaanlage des Hauses. Der gesamte Unterricht wird in Mitleiden¬schaft gezogen, wenn Schüler die Ant-worten ihrer Mitschüler nicht mehr ver¬stehen und wenn die Lehrkraft unent-wegt um lauteres Sprechen bitten muss. Für einen modernen Arbeitsunterricht, in dem das Unterrichtsgespräch eine zentrale Rolle spielt, ein untragbarer Zustand! Dem Konzept nach sollen die Temperaturen bei 23°C liegen, an heißen Tagen aber nicht mehr als 5°C unter der Außentemperatur zurückbleiben. Das hat die Regelautomatik der Anlage bisher nicht zuverlässig bestätigt." Es folgt damit der erste Umbau der Klimaanlage. Nebenbei bemerkt: Die Leitung des Zweckverbands wech¬seit. Mit dem Ausscheiden des 1. Ottobrunner Bürgermeisters und "Initiators" des Gymnasiums Ottobrunn Ferdinand Leiß wird der neue Bürgermeister Dr. Horst Stähler-May sein Nachfolger.
Der zweite Brand 1976
Am 25.12.1976 – zwei Jahre nach dem ersten Schulbrand – brennt es dann erneut. Der Schaden beträgt 1,5 Millionen Mark, der Täter ist wieder Reinhard Beck. Er hat gerade seine eineinhalbjährige Strafe abgesessen und brache, auf der Suche nach Geld, wieder im Gymnasium ein. Als er nichts findet, legt er zum zweiten Mal Feuer. Er schreibt der Welt einen Abschiedsbrief und erhängt sich im Schulwald. Der in schwierigen Verhältnissen aufgewachsene körperlich behinderte Beck sah keinen Ausweg mehr – und wurde prompt zum Objekt von Magazinen wie dem „Stern“, die ausführlich über ihn und die Brandstiftung am Gymnasium Ottobrunn berichteten.
"Wenn in den vergangenen Jahren regelmäßig festgestellt wurde, dass das gerade abgelaufene Schuljahr das bisher schwierigste war, so lässt sich für diesmal wohl nichts anderes sagen. So bauen wir denn zum dritten Male auf in der sicheren, von allen geteilten Hoffnung, dass es zum letzten Male geschieht." (Herr Strelocke im Jahresbericht)
Umbau 1976/77
Das folgende Schuljahr brachte den ersten großen Umbau in der Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn. Der Jahresbericht notiert: "Der Nordkorridor im Erdgeschoß wird in den Fachbereich Physik einbezogen. Es entsteht dadurch neben einer etwas größeren und anders liegenden Sammlung und Vorbereitung je ein Kollegstufenlabor für Chemie und Physik. Die abzureißenden Wände wurden an anderer Stelle wieder verwendet. Ferner wird, damit im Erdgeschoß wieder eine Ost-West-Verbindung entsteht, der bisher überdachte, aber offene Teil des Innenhofs nördlich der Freitreppe in eine abgeschlossene Pausenhalle umgewandelt, die zugleich die Funktion einer Aula übernehmen kann“.
Eine Quelle permanenten Ärgernisses ist die Klimaanlage des Hauses. Der gesamte Unterricht wird in Mitleiden¬schaft gezogen, wenn Schüler die Ant-worten ihrer Mitschüler nicht mehr ver¬stehen und wenn die Lehrkraft unent-wegt um lauteres Sprechen bitten muss. Für einen modernen Arbeitsunterricht, in dem das Unterrichtsgespräch eine zentrale Rolle spielt, ein untragbarer Zustand! Dem Konzept nach sollen die Temperaturen bei 23°C liegen, an heißen Tagen aber nicht mehr als 5°C unter der Außentemperatur zurückbleiben. Das hat die Regelautomatik der Anlage bisher nicht zuverlässig bestätigt." Es folgt damit der erste Umbau der Klimaanlage. Nebenbei bemerkt: Die Leitung des Zweckverbands wech¬seit. Mit dem Ausscheiden des 1. Ottobrunner Bürgermeisters und "Initiators" des Gymnasiums Ottobrunn Ferdinand Leiß wird der neue Bürgermeister Dr. Horst Stähler-May sein Nachfolger.
Der zweite Brand 1976
Am 25.12.1976 – zwei Jahre nach dem ersten Schulbrand – brennt es dann erneut. Der Schaden beträgt 1,5 Millionen Mark, der Täter ist wieder Reinhard Beck. Er hat gerade seine eineinhalbjährige Strafe abgesessen und brache, auf der Suche nach Geld, wieder im Gymnasium ein. Als er nichts findet, legt er zum zweiten Mal Feuer. Er schreibt der Welt einen Abschiedsbrief und erhängt sich im Schulwald. Der in schwierigen Verhältnissen aufgewachsene körperlich behinderte Beck sah keinen Ausweg mehr – und wurde prompt zum Objekt von Magazinen wie dem „Stern“, die ausführlich über ihn und die Brandstiftung am Gymnasium Ottobrunn berichteten.
"Wenn in den vergangenen Jahren regelmäßig festgestellt wurde, dass das gerade abgelaufene Schuljahr das bisher schwierigste war, so lässt sich für diesmal wohl nichts anderes sagen. So bauen wir denn zum dritten Male auf in der sicheren, von allen geteilten Hoffnung, dass es zum letzten Male geschieht." (Herr Strelocke im Jahresbericht)

