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Auslandsaufenthalt und Latinum

Die Bestimmungen für den Erwerb des Latinums richten sich nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz. Bei der Zuerkennung des Latinums geht es nicht um die Zahl der aufsteigenden Jahre des Spracherwerbs, sondern um das erreichte Lektüreniveau.



1.  Latinum


Die Zuerkennung des Latinums setzt die Fähigkeit voraus, lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvoller Stellen (bezogen auf Bereiche der politischen Rede, der Philosophie und der Historiographie) in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen, im Wesentlichen also Texte von Cicero. Dies wird bei Latein als erster und zweiter Fremdsprache über den Pflichtunterricht nach der Spracherwerbsphase und zwei weiteren Lektürejahren in Jahrgangsstufe 10 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.

Schüler, die Latein bereits nach der Jahrgangsstufe 9 ablegen wollen, um eine neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache zu erlernen oder die Jahrgangsstufe 10 an einer Auslandsschule zu verbringen, können das Latinum am Ende der Jahrgangsstufe 9 in einer schulinternen Feststellungsprüfung (mündlich und schriftlich) erwerben.

Hierbei zählt die Gesamtnote für die in der Jahrgangsstufe 9 erbrachten mündlichen Leistungen  auf Antrag als mündlicher Teil der Feststellungsprüfung. Der schriftlichen Prüfung  (ca. 110 lateinische Wörter) ist der Schwierigkeitsgrad einer inhaltlich anspruchsvolleren Cicero-Stelle zu Grunde zu legen, die Benutzung eines vom Staatsministeriums zugelassenen Lexikons ist erlaubt. Schriftlicher und mündlicher Teil werden im Verhältnis 2:1 gewichtet.

Beurlaubung für einen halbjährigen Auslandsaufenthalt:
Ist ein Schüler im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 10 beurlaubt, nimmt aber im zweiten Halbjahr am Unterricht und den Leistungserhebungen teil, so erhält er mit dem Jahreszeugnis das Latinum, wenn seine Leistungen mindestens mit "ausreichend" (Note 4) bewertet wurden.
Ist ein Schüler im zweiten Halbjahr beurlaubt, muss er das Latinum durch eine Feststellungsprüfung erwerben.

2.  Gesicherte Lateinkenntnisse / Kleines Latinum

Die Zuerkennung setzt die Fähigkeit voraus, lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich einfacherer Prosatextstellen in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen (entsprechende antike, mittelalterliche und neuzeitliche Texte, z.B. Nepos, Curtius Rufus, Vulgata).
Dieses Niveau wird bei Latein als erster und zweiter Fremdsprache über den Pflichtunterricht nach der Spracherwerbsphase und einem weiteren Lektürejahr in Jahrgangsstufe 9 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.

3.  Lateinkenntnisse

Die Zuerkennung setzt die Fähigkeit voraus, Texte, wie sie üblicherweise am Ende der Spracherwerbsphase in den vom Staatsministerium genehmigten Lehrbüchern zu finden sind, in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen.
Dieses Niveau wird bei Latein als erster und zweiter Fremdsprache in Jahrgangsstufe 8 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.


Das Latinum ist nach wie vor in zahlreichen Fächern Studien- bzw. Prüfungsvoraussetzung (vgl. dazu www.altphilologenverband.de)

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