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„Was kannst du über die Schoah sagen?“

Theo Degen und Luc Tremel aus der Klasse 9d ließen sich darauf ein, auf diese Frage im Rahmen eines Filmwettbewerbs Antworten zu suchen und gewannen eine Reise nach Israel.

Ausgeschrieben war der Wettbewerb vom Jüdischen Nationalfond und Aufgabe war es, unter Berücksichtigung von drei Aspekten einen Film mit einer Länge von höchstens 15 Minuten zu drehen. Im Film sollte eine Spurensuche im Alltag, dem Lebensumfeld und/oder der Biografie der Jugendlichen stattfinden. Der Baum als Symbol des Lebens sollte eine Rolle spielen und nicht zuletzt war ein Antwortversuch auf die Frage das Ergebnis ihrer Arbeit gefragt. Lapidar hieß es in der Wettbewerbsausschreibung: „Legt los und Ihr habt die Chance, an einem (Film-)Workshop in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und an einer Reise nach Israel teilzunehmen!“ … und genau das taten die Schüler, waren doch die in Aussicht gestellten Gewinne für die beiden Ansporn genug.

Tatsächlich gewannen sie den Workshop in Ravensbrück und erlebten eine eindrucksvolle Woche, die sie nicht vergessen werden. Neben der professionellen und anspruchsvollen Arbeit mit den frei schaffenden Künstlerinnen und Regisseurinnen Sharon Ryba-Kahn, Meret Madörin und Sara Noa Boezenhardt fand eine sehr intensive Auseinandersetzung mit der Schoa statt, wie sie in Ravensbrück ihren Ausdruck fand. Dank der sensiblen Begleitung durch den Leiter der internationalen Jugendbegegnungsstätte und der pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Ravensbrück, Matthias Heyl, wurden die Opfer von Ravensbrück ins Leben der Jugendlichen gerufen. Mit ihren Wünschen, Sehnsüchten und Hoffnungen sprachen sie durch M. Heyl als einzelne Personen zu den Jugendlichen.

Die Woche wurde von den drei Künstlerinnen gefilmt und es enstand ein Dokumentarfilm über die Tage in Ravesnbrück. Nach der Rückkunft war klar: Jetzt muss auch die Fahrt nach Israel gewonnen werden. Dazu musste der Film aber noch einmal mit dem neuen Wissen und den Eindrücken von Ravensbrück überarbeitet werden. Und die Mühe lohnte sich: Die Schüler gewannen mit zwei anderen Teams eine einwöchige Reise nach Israel, die im September stattfinden wird und haben am Donnerstag, 28. 6. in der Düsseldorfer Jüdischen Gemeinde an der Preisverleihung teilgenommen, zu der auch die Kultusministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer kam.

Ruth Rubinstein, Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf begrüßte alle Teilnehmer: „… Mit Ihren akribischen Recherchen, Dokumentationen und Filmbeiträgen haben Sie ein Werk vollbracht, das seines Gleichen sucht und das alle Ehre verdient. Wie heißt es so schön: ‚Solche Leute braucht das Land‘, heutzutage leider mehr denn je … Machen Sie weiter wie bisher …“ Das haben Theo und Luc auf jeden Fall vor.

Die Gewinnerfilme und den Dokumentarfilm über die Woche in Ravensbrück können unter folgendem Link angeschaut werden: https://ueberdieschoah.de/eckdaten/
 

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