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Das Projekt

Das Classmateprojekt ergänzt und erweitert das seit Jahren an der Schule etablierte Notebookprojekt. Die Classmate sind Besitz der Schule und werden an die Schüler für ein Schuljahr ausgeliehen.

In der Jahrgangsstufe 8 haben damit alle Schüler einen eigenen Rechner zur Verfügung: in zwei Klassen werden elternfinanzierte Notebooks eingesetzt, in fünf Klassen nun die von der Schule gestellten Classmate.

Der Einsatz der Geräte im Fachunterricht und zur häuslichen Vor- und Nachbereitung dient dazu

  • Lern- und Leistungsbereitschaft zu steigern
  • die Lern- und Lehrkultur durch Projektunterricht und individuelle Förderung zu verändern
  • Schülerinnen und Schüler zur Selbstorganisation ihrer Lernprozesse anzuleiten
  • Schülerinnen und Schüler mit modernen Technologien vertraut zu machen, den sinnvollen Umgang einzuüben und so kritische Medienkompetenz aufzubauen
  •  neue didaktische Möglichkeiten in den beteiligten Fächern auszuschöpfen.

Die Schule entschied sich im Oktober 2008 für den Kauf und den Einsatz der kleinen Classmate-PCs, da diese robust, klein und für den Einsatz an Schulen gebaut waren. Bei einer vorherigen Präsentation der Geräte in der Schule wurden diese von den Schülern zudem ausgesprochen positiv wahrgenommen. Der eher geringe Arbeitsspeicher der Geräte im Vergleich zu echten Notebooks erschien der Schule dahingehend als Vorteil, dass so sehr speicherintensive Spiele für die Schüler nicht oder nur eingeschränkt möglich sind.

Ausgangspunkt für das Projekt, 150 kleine Classmates in der Jgst. 8 einzusetzen, waren in der Jgst. 8 erzielte schlechte Ergebnisse im Rahmen der internen Evaluation insbesondere in den Bereichen von Lernmotivation und Wohlbefinden an der Schule. In der Jahrgangsstufe 8 ist die Unzufriedenheit von Lehrern und Schülern am größten, der Frontalunterricht scheitert in dieser Jahrgangsstufe vorwiegend an den Jungen, die diese Form des Unterrichtens vielfach nicht mehr akzeptieren. Daher erschien die Jahrgangsstufe 8 am besten geeignet, um den Unterricht umzustellen. Schülerinnen und Schüler werden im traditionellen Unterricht – trotz vieler innovativer Ansätze – an einen rezeptiven und reproduzierenden Stil des Lernens gewöhnt, der insbesondere in der Phase der Pubertät nicht erfolgreich ist. Individualisierung, Kompetenzorientierung, mehr Schülereigentätigkeit und Eigenverantwortung, vor allem aber eine Haltung, die es Lehrern ermöglicht, Chancen zur Gestaltung und Neuorientierung des Unterrichts zu nützen, sind Kern des in der Jgst. 8 umgesetzten neuen Konzepts des Lernens.
Das Ziel bestand somit zum einen darin eine veränderte Unterrichtskultur in der Jgst. 8 zu etablieren, die verstärkt die Selbstorganisation und die Teamarbeit der Schüler in das Zentrum stellen sollte. Zum anderen sollte mit dem flächendeckenden Einsatz von kleinen Rechnern in der Jgst. 8 ein Standard geschaffen werden, wonach alle Schülerinnen und Schüler der Schule in Zukunft Notebooks als Arbeitsgerät für ein Arbeiten in Teams und zur Eigenarbeit zu nutzen lernen.
Das auf die Jgst. 8 bezogene Projekt war verbunden mit weiteren Veränderungen, deren Kernpunkte wie folgt skizziert werden:

  • Schon im Schuljahr 2006 hatte die Schule bisherige Einzelstunden abgeschafft und durch Doppelstunden ersetzt, um u.a. ein vertieftes Lernen und längere Phasen von Eigenarbeit und Teamarbeit zu ermöglichen.
  • Die Classmateklassen der Jgst. 8 sind räumlich schwerpunktmäßig in einem neu erstellten Trakt der Schule untergebracht. Dort ist auf der Grundlage des flexiblen Klassenzimmers ein verändertes Raumkonzept verwirklicht, das die Flexibilisierung von Sozial- und Unterrichtsformen durch entsprechend verändertes Mobiliar und ein flexibles Schienensystem zulässt. Die üblicherweise vorhandene Frontalstellung von Lehrerpult und Schülertischen kann so sehr schnell aufgelöst werden. Das veränderte Raumkonzept schafft Möglichkeit für offenes und projektbezogenes Lernen.
  • In allen Räumen befinden sich Beamer und Medienkanäle, zudem haben die Schüler über Wlan Zugriff auf das Internet und auf die schuleigene Lernplattform. Der Unterricht muss sich so nicht ausschließlich auf Buch und Arbeitsblätter beschränken, sondern eröffnet über digitale Lernmaterialien, interaktive Übungen und schuleigene Foren den Zugriff auf viele weitere Lernmaterialien; zugleich besteht die Möglichkeit zum digitalem Austausch und zur Zusammenarbeit auch außerhalb der eigentliche Unterrichtszeit.
  • Innovative Lehr- und Lernkonzepte erfordern viel Überlegung und Planung seitens der Lehrer. Darum werden wöchentliche Teamtreffen organisiert, mit der Möglichkeit, gemeinsam Unterricht zu planen und eine gemeinsame Durchführung vorzubereiten. Dadurch können Synergieeffekte in der Unterrichtsvorbereitung genutzt werden und es wird uns verstärkt möglich, Module zur Stärkung der Schülerkompetenzen zu erstellen und gemeinsame Projekte auszuarbeiten.
  • Fortbildungsangebote, Veranstaltungen zur Medienkompetenz für Schüler und Eltern sowie Informationsveranstaltungen für die Eltern ergänzen das Projekt.

Das Konzept für die Jahrgangsstufe 8 ist eingebunden in das an der Schule etablierte Medien- und Methodencurriculum für die Jgst. 5 bis 10. Medien- und Methodenkompetenz wird über verschiedene Module in allen Jahrgangsstufen vermittelt. In der Jgst. 8 wurden so drei Lerntage durchgeführt, die der Vertiefung von Teamarbeit und selbstständigem Lernen in bestimmten Projekten diente. Im Unterricht kommt abhängig vom Fach und vom Lehrer eine Vielzahl an Software zum Einsatz, wobei der Schwerpunkt bei Office liegt.
Die jüngste interne Evaluation vom Februar 2010 zeigt, dass die mit dem Projekt angestrebten Ziele tatsächlich erreicht werden. Die Werte der Klassen, die durch das Classmateprojekt gelaufen sind, sind in den Bereichen Schülerzentrierung des Unterrichts, Wohlfühlen und Motivation in der Jgst. 8 deutlich besser als in den Klassen, die ohne das Projekt in den Jahrgangsstufen vorher die Jahrgangsstufe 8 durchlaufen haben. Für eine vertiefte Implementierung des Projekts sind wenigstens drei Jahre zu veranschlagen. Insbesondere die starke personelle Fluktuation der an dem Projekt beteiligten Lehrkräfte stellte sich als die zentralste Herausforderung heraus, auf die alle im Projekt Beteiligten reagieren mussten. Da es keine Ausbildung für ein Unterricht in Notebookklassen gibt, muss die Ausbildung der Lehrkräfte vollständig an der Schule geleistet werden.
Für ein abschließendes und differenziertes Urteil zu dem gesamten Projekt ist es erforderlich, dass sich die im ersten Jahr deutlich nachweisbaren positiven Ergebnisse noch in wenigstens zwei Folgejahren bestätigen. Zugleich machen insbesondere viele Elternrückmeldungen bereits heute deutlich, dass die veränderte Art des Arbeitens unter Einsatz von kleinen Rechnern in der Jgst. 8 als sehr positiv bei Schülerinnen und Schülern wahrgenommen wird. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8, deren Motivation für das Lernen altersbedingt verglichen mit anderen Jahrgangsstufen eher negativ ist, erhielten durch eine Veränderung von Methodik und Arbeitsmittel Impulse, die ihre Einstellung zum Lernen positiv beeinflusste.

siehe auch: Nutzungsordnung Notebooks und Classmates

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